Kirchgemeindeversammlung

Die Kirchgemeindeversammlung der bulgarichen orthodoxen Kirchengemeinde „Sveti Georgi der Siegreiche“ in der Schweiz, registriert unter Art. 60 der Schweizerischen Zivilgesetzgebung (Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Art. 60) ist dem Gesetz nach die oberste Verwaltungsbehörde der Kirchengemeinde (Art. 64 der Schweizerischen Zivilgesetzgebung, Art. 60). Die Aufgaben, Befugnisse und die Reihenfolge der Einberufung einer ordentlichen und außerordentlichen Hauptversammlung sind ausführlich in Art. 7 der Satzung der Kirchengemeinschaft beschrieben. Mitglieder der Generalversammlung sind alle Mitglieder der kirchlichen Gemeinschaft, dh. alle, die sich um eine Mitgliedschaft in der Kirchengemeinde beworben und den Jahresbeitrag für das jeweilige Jahr gezahlt haben (Art. 4 der Satzung der Kirchengemeinde). Ausnahmsweise kann die Kirchengemeindeversammlung auch Mitgliedern der kirchlichen Gemeinschaft gestatten, die keine finanzielle Möglichkeit haben, einen jährlichen Beitrag zu leisten, der zu Beginn der Sitzung abgestimmt und im Protokoll festgehalten werden muss. Gemäß Art. 4 des Statutens der bulgarichen orthodoxen Kirchengemeinde „Sveti Georgi der Siegreiche“ hat jedes Mitglied der Kirchengemeinde eine Stimme bei der Abhaltung der Stimmen der Kirchgemeindeversammlung.

Art. 7 des Statutens der bulgarichen orthodoxen Kirchengemeinde „Sveti Georgi der Siegreiche“ in der Schweiz

(1) Eine ordentliche Kirchgemeindeversammlung findet einmal jährlich, spätestens bis Ende März statt. Die inberufung erfolgt mittels schriftlicher Einladung durch den Vorstand unter Angabe von Zeitpunkt, Ort und Traktanden mit einer Frist von mindestens 2 Wochen.

(2) Anträge der Mitglieder an die Kirchgemeindeversammlung sind dem Vorstand spätestens 4 Wochen vor der Versammlung schriftlich einzureichen und den Mitgliedern durch den Vorstand wenigstens 2 Wochen vorher zuzustellen.

(3) Die Mitgliederversammlung besteht aus allen Mitgliedern der Gemeinde und dem Priester.

(4) Die Kirchgemeindeversammlung:

– genehmigt den Jahresbericht des Vorstands, die Jahresrechnung und den Bericht der Rechnungsprüfungskommission,

– entlastet den Vorstand,

– genehmigt das jährliche Budget und legt den Mitgliederbeitrag fest,

– wählt den Vorstand und dessen Präsidenten sowie die Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission,

– fasst Beschluss über Statutenänderungen und alle anderen ihr vorgelegten Anträge.

(5) Die Kirchgemeindeversammlung entscheidet mit einfachem Mehr der abgegebenen Stimmen. Abweichend davon braucht es für Statutenänderungen eine Zweidrittel-Mehrheit.

(6) Vorsitzender der Kirchgemeindeversammlung ist der Präsident des Vorstandes.

(7) Der Präsident des Vorstandes darf die Funktion „Vorsitzender“ (Versammlungsleiter), wenn nötig jemandem von den anderen Mitgliedern des Vorstandes oder des Priesters übergeben.

(8) Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift aufzunehmen. Diese ist vom Versammlungsleiter und vom Schriftführer zu unterzeichnen.

(9) Ausserordentliche Kirchgemeindeversammlungen werden auf Beschluss des Vorstands einberufen oder wenn es schriftlich von einem Fünftel der Mitglieder unter Angabe der Traktanden verlangt wird. Letzterem Ersuchen ist innert sechzig Tagen zu entsprechen.

(10) Ausserordentliche Kirchgemeindeversammlungen können auch von dem Priester unter Angabe der Traktanden einberufen werden.

(11) Im Falle, dass bei Eröffnung der Kirchengemeindeversammlung weniger als die Hälfte aller Mitglieder  nwesend sind, wird die Sitzung um eine Stunde vertagt und in Anwesenheit von mehr als ein Drittel aller Mitglieder der Kirchengemeinde durchgeführt.